Neapelreise vom 26.01-29.01.2026
- galeriecharly

- 5. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Feb.
Wenn eine Stadt ADHS haben kann, dann ist Neapel damit geschlagen.
Nichts scheint eine Priorität zu haben, alles vibriert im Chaos und verwirrende Zustände herrschen in dieser süditalienischen Stadt unterhalb der mächtigen Caldera des Vesuvs.
Allein der Vulkankrater gibt der Stadt Orientierung und Struktur.
Der Vesuv, Zerstörer von Pompeji und Herculaneum ist das drohende Menetekel, welches allgegenwärtig auf das mögliche Ende hinweist.
Das interessiert aber in Neapel niemanden wirklich, man hat ja den heiligen Gennaro und sein Blutwunder im Dom. Er wird's schon richten. Und wenn nicht er, dann gibt's noch den heiligen Diego Armando Maradona, der dem nepalesischen Fußball 2 Meisterschaften beschert hat. Dafür wird er ewig von den Neapolitanern geliebt werden. Als Deutscher muss man da an die harsche Behandlung von Franz Beckenbauer am Ende seines Lebens denken.
Einmal im Herzen eines Neapolitaners drin, bleibt man es. "Oh Sole mio"singen so schön die Musiker der Gruppe "Napulitanata" die Nationalhymne der Stadt, bekannt durch einen anderen großen Neapolitaner und Jahrhundertsänger, Enrico Caruso. Bei uns Deutschen fliegt man wegen kleinster Vergehen wieder aus dem Herzen der Berühmtheit und Ehre raus. Nun ja, dafür fahren wir so gern nach Bella Italia, weil es einfach gut für die Seele ist.

Schmutz, Müll, planlos gesprayte Graffiti und baufällige schwarzgraue
Monumente lassen den Betrachter ratlos fragen, was denn so schön an dieser Stadt sei,
dass Goethe beim Besuch Neapels sprach: "Neapel sehen und sterben"
Neapel ist wie eine Auster, außen grau und verkrustet und innen wunderschön schillernd.
Hinter den düsteren Fassaden lauern Kunstschätze von einzigartiger Schönheit, springen den Betrachter an und lassen ihn fassungslos zurück.

Die Palazzi Neapels haben es wortwörtlich in sich. Oder angelehnt an ein Sprichwort; "Stille dunkle Palazzos sind tief ."Durch die erleuchteten Fenster eines Palazzos mit abgeschmirgelten Außenwänden, mitten im Vorfrühling von Neapel, leuchten goldene Verzierungen und man möchte sich sofort aufmachen zur Erkundung des Inneren. Schauen wir mal, welche Entdeckungen es gibt...

Wenn man sich durch einen Dienstboteneingang in ein kleines Vestibül begibt, dann weiter in den Fahrstuhl steigt und bis in die 2. Etage fährt, eröffnet sich eine ganz andere Welt.
Wer hätte das gedacht?

Ein wunderbar prächtig ausgestatteter Saal erfreut das staunende Auge und um die Schönheit ganzheitlich zu erfassen, gibt es zur Umrahmung einen schmackhaften Capuccino mit Ornamentik. "Passt, finde ich!"

Neapel ist aus der Zeit gefallen und das ist genau das Richtige für mich.
Hier fühle ich mich wohl, man möchte alles wissen und aufsaugen über die Vergangenheit dieser großartigen Stadt, einfach stehen bleiben und staunen.

Ein Bildband über die geheimen Paläste Neapels, eine Versuchung für Freunde schöner Bildbände. Mal schauen, wann ich ihn erwerbe. Aber die Spur des Begehrens ist gelegt.

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